Wir beschlossen am Mittwoch, den 5. April 2000 in der Gruppenstunde, unsere Übung auf
dem Parkplatz des Parktheaters durchzuführen. Um dorthin zu kommen, muss man durch die Stadt fahren. Als wir dies taten, sahen
wir in einer Nebenstraße Richtung Innenstadt dichten Rauch, und auf der Straße hielt uns ein sehr aufgeregter Mann an,
der dachte wir wären die Berufsfeuerwehr.
Unser Gruppenleiter stellte unser Fahrzeug auf der Straße ab, und befahl uns ruhig
sitzen zu bleiben. Er ging gucken was dort los war. Weder die Freiwillige noch die Berufsfeuerwehr war bis jetzt vor Ort, da das Feuer
gerade erst ausgebrochen war. Nach kurzer Zeit kam unser Gruppenleiter wieder, sagte, das ein Haus brennen würde und teilte uns
schnell in Wasser- und Schlauchtrupp auf. Wir sollten die Wasserversorgung bis zum Verteiler herstellen.
Die anderen die noch übrig waren, sperrten die Gefahrenzone ab und hielten
Schaulustige und Anwohner vom Brandort fern. Nun kam auch die Freiwillige und die Berufsfeuerwehr, die von unserer Hilfe positiv
überrascht und dankbar waren, weil der Angriffstrupp direkt mit einem C-Schlauch und Atemschutzgeräten ausgestattet in das
brennende Haus eindringen konnten. Sie bekamen das Feuer schnell unter Kontrolle, und schwer verletzt wurde zum Glück niemand, nur
der Wohnungsmieter musste mit einer leichten Rauchvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert werden.
Das Haus mußte gesperrt werden weil es einsturzgefährdet war.
Mit Rettungssanitätern und Notarzt waren insgesamt 33 Helfer im Einsatz. Spät
abends endete dieser erste "richtige Einsatz" für die Jugendfeuerwehr. Die Jugendlichen die dabei waren, werden dieses Erlebnis wohl
nicht mehr vergessen.
(Katharina Kohlstädt, 10.04.2000)

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